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black planet
Eine kreisrunde Scheibe, Ø 43 cm, auf dunklem Holz. Kein gezeichneter Umriss, keine Linie — der Körper entsteht ausschließlich aus dem Übergang: links taucht er ins Licht, rechts versinkt er im Dunkel. Ein Planet im eigenen Schatten.
Form aus Hell und Dunkel
Goethe bestand darauf, dass Form nicht durch Linien entsteht, sondern durch das Spiel von Licht und Finsternis. black planet macht genau das sichtbar: Die Kugel ist nirgends umrissen, sie erscheint nur dort, wo das Licht sie streift und das Dunkel sie zurücknimmt. Wer die Scheibe ansieht, vollzieht die Wölbung im eigenen Auge nach — die Plastizität liegt nicht in der Fläche, sondern in der Wahrnehmung. „Blau ist Dunkel, das sich erhellt”: hier ist es ein ganzer Körper, der aus dem Dunkel ans Licht tritt.
Material — Asche und Öl
Der Grund ist Agnihotra-Asche, der Rückstand des vedischen Feuerrituals, gebunden in Leinöl auf Holz. Das ist kein beliebiges Pigment: Es ist Materie, die durch Feuer hindurchgegangen ist — Verwandlung als Werkstoff. Die matte, körnige Oberfläche schluckt das Licht und gibt es gedämpft zurück, wodurch der Planet eher zu glimmen als zu glänzen scheint.

Im Detail zeigt sich, dass die Tiefe nicht gemalt, sondern Substanz ist: jede Erhebung der Asche fängt das Licht anders, jeder Krater wirft seinen eigenen kleinen Schatten. Die kosmische Erscheinung ist zugleich ganz irdisch — verbrannte Erde auf Holz.
In der Serie
black planet gehört zu einer Reihe kreisrunder Arbeiten von 2019, die alle denselben Gedanken umkreisen: Himmelskörper, die sich nicht durch Darstellung, sondern durch reines Licht-Dunkel-Geschehen bilden — verwandt mit fremder Planet 1 und blue fluid. Der Bogen reicht zurück bis zu Erscheinung, wo dieselben leuchtenden Körper aus dem Blau aufsteigen.
Status
- Entstehung: 2019
- Technik: Agnihotra-Asche und Leinöl auf Holz, Ø 43 cm
- Erwerb: ausschließlich als NFT auf der TON Blockchain
- Sammlung auf Getgems: Tafelmalerei