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Tesla Blume

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Lichtinstallation

Tesla Blume

1. Oktober 2024

Inspiriert von Nikola Teslas elektrischen Innovationen entstand „Tesla Blume” als raumgreifende Lichtinstallation für den Hallescher Kunstverein (2024). Im dunklen Rondell-Inneren: ein realer Teslacoil, der mit künstlichen Blitzentladungen florale Lichtmuster zeichnet. Außen: ein polygonaler Lichtring aus farbigen LEDs. Synchronisiert mit Klang.

Konzept

Tesla baute den Resonanztransformator („Tesla-Coil”) in den 1890er Jahren, um elektrische Energie kabellos zu übertragen — eine Vision, die er nie vollständig realisieren konnte. Was blieb, war ein Gerät, das Hochspannungsblitze von ungebändigter Schönheit erzeugt: unkontrollierbar in den Details, aber gerichtet im Ganzen.

Die Tesla Blume nimmt diese Spannung auf und fasst sie in eine Form. Das Polygon außen — geometrische Klarheit. Der Blitz innen — das Lebendige, Unvorhersehbare. Die Blume entsteht aus dem Zusammenspiel beider: Symmetrie als Behältnis für Chaos.

Aufbau

  • Im Inneren des dunklen Rondells: ein aktiver Teslacoil mit künstlichen Blitzentladungen (vereinzelt, in synkopierten Rhythmen)
  • Umgeben von einem polygonalen LED-Lichtring in wechselnden Farben — Rot, Bernstein, Magenta, Blau
  • Sound-Modul — die Frequenz der Blitze erzeugt hörbare Schwingungen, zusätzlich Klangschichten, die mit den Lichtwechseln synchron laufen
  • Vollständig dunkler Raum: das Werk lebt nur in seinem eigenen Licht

Erleben

Das Werk wartet nicht. Die Blitzentladungen treten zufällig ein, das Polygon-Licht pulsiert in eigenen Zyklen, der Klang baut sich auf und löst sich wieder. Der Eindruck im Raum ist nicht statisch, sondern eine Choreografie ohne Wiederholung.

Wer länger bleibt, bemerkt: die Wahrnehmung verschiebt sich. Was im ersten Moment chaotisch wirkt, ordnet sich nach einigen Minuten zu einem inneren Rhythmus. Tesla nannte es das Ohr der Materie — wer elektrische Frequenzen lange hört, beginnt deren Muster zu lesen.

Im Gesamtwerk

Tesla Blume verbindet zwei Linien der Lichtkunst-Praxis:

  • die kontrollierte Geometrie wie im Lichtei — Polygone, konzentrische Ringe, ein Zentrum, eine Symmetrie
  • die lebendige Unvorhersehbarkeit des elektrischen Blitzes: jede Entladung einzigartig, nie wiederholbar

Wo Walter Russell Licht als geordnete Welle beschreibt und Goethe es als Tat zwischen Pol und Gegenpol versteht, zeigt die Tesla Blume beides gleichzeitig: das Gerichtete und das Chaotische, die Form und ihr Aufbrechen.

Auch eine Verbindung zu Gegen die Schwerkraft besteht: das Werk zeigt, was eigentlich nicht sein kann — eine elektrische Entladung, die für einen Moment Form annimmt. Wie die Glasflaschen, die scheinbar schwerelos sind. Was gegen etwas geht, wird zur Geste.

Status

  • Entstehung: 2024
  • Ort: Hallescher Kunstverein
  • Material: Teslacoil, LED-Ring, Sound, dunkler Raum
  • NFT-Kollektion: Tesla Flower auf Getgems

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